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Fehlerhaftes Testverfahren bei Schwangerschaftsdiabetes

Schwangere Frau
Fehlerhaftes Testverfahren bei Schwangerschaftsdiabetes. Foto: Anastasiia Chepinska

 

Berlin (gl/sb) – Die Erkrankungsrate für einen Schwangerschaftsdiabetes hat sich in den vergangenen Jahren mehr als verfünffacht. Inzwischen erkranken jährlich etwa 45.000 Frauen daran. Dies enstpricht fast sechs Prozent aller Schwangerschaften. Meist zeigen sich keine klassischen Diabetes-Symptome, wie starker Durst oder Harndrang, weshalb die Erkrankung erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt wird. Dies könne jedoch zu schweren Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen sowie Folgeerkrankungen bei Mutter und Kind führen, betont Prof. Dr. med. Monika Kellerer, Präsidentin der Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG).

Testverfahren überdenken?

Um diesem Szenario vorzubeugen gibt es hierzulande ein zweistufiges Testverfahren. Im ersten Schritt trinkt die werdende Mutter im Zeitraum zwische der 24. und 28. Schwangerschaftswoche eine Lösung mit 50 Gramm Glukose. Sollten erhöhte Blutzuckerwerte gemessen werden, folgt ein Nüchtern-Test mit 75 Gramm Glukose. Hier liegt auch das Problem: In etwa einem Drittel aller Schwangerschaftsdiabetes-Fällen weisen die Erkrankten nur im nüchternen Zustand einen erhöhten Blutglukosewert auf. Da jedoch der erste Test unabhängig von Tageszeit und Nahrungsaufnahme stattfindet, fallen hier eben benannte ein Drittel aller Erkrankten aus dem Raster. Deshalb fordert die DDG die Einführung eines einstufigen Testverfahrens, bei dem angehende Mütter direkt im nüchternen Zustand 75 Gramm Glukose trinken.